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Marc Binder

Kopf des Monats Mai 2014

In der Mai Ausgabe 2014 des Strichpunkt stellen wir Ihnen Marc Binder, Kubbspieler aus Baldingen vor.

Marc Binder wohnt seit seiner Geburt in Baldingen. 2010 hat er sein Industrial Design Studium abgeschlossen und arbeitet heute in Thalwil als Produktedesigner. In seiner Freizeit spielt er Unihockey beim UHC Zurzach. Ein grosses Hobby ist das Kubbspielen, seit 7 Jahren nimmt er aktiv an Turnieren teil. Er war schon Schweizer Meister im Einzel-Kubb und nahm mit seinem Team schon erfolgreich an Welt- und Europameisterschaften teil.

Wie sind Sie zum Kubb gekommen?
Ein Kumpel erzählte mir von dem Spiel und behauptete, dieses Spiel wäre genau mein Ding. Als ein Jahr später Marc Meier (Verfasser des Editorial in dieser Ausgabe) dasselbe behauptete, wurde ich neugierig, stellte ein Team zusammen und meldete uns beim Tenedo Kubb-Turnier in Bad Zurzach an. Sie hatten natürlich beide recht. Es ist genau mein Ding.

Können Sie das Spiel Kubb und die Regeln kurz erklären?
Weil es keinen besseren Vergleich gibt, wird Kubb oft mit Pétanque verglichen. Beim Kubb werden aber keine Metallkugeln geworfen, sondern Holzklötze. Und Kubb spielt man auf dem Rasen. Das Spielfeld misst 8x5 Meter und wird in der Mitte durch eine Mittellinie getrennt. Auf dieser Mittellinie steht der König. Neben dem König besteht das Spiel aus 10 Holzklötzen (Kubbs) und 6 Wurfstäben. Jedes Team stellt 5 Kubbs auf seine Grundlinie und versucht, mit seinen 6 Wurfstäben die Kubbs des Gegners zu treffen. Getroffene Kubbs werden auf die gegnerische Spielfeldseite geworfen, aufgestellt und müssen wieder getroffen werden. So geht es weiter, bis in einer Runde der Gegner keinen stehenden Kubb mehr im Feld hat. Dann darf der König zu Fall gebracht werden.

Wie ist das Kubbspiel in der Schweiz organisiert? Wie entstehen Teams, wo findet man Turnierausschreibungen?
Der Schweizer Kubbverband organisiert die Schweizermeisterschaft und das Liga-Ranking, die sogenannte Kubbtour. Diese Saison werden in der Schweiz 12 offizielle Turniere ausgetragen und die Resultate in einer Jahrestabelle erfasst. An der Schweizermeisterschaft sowie auch an allen anderen Turnieren darf sich jedermann anmelden und mitspielen. Man braucht lediglich zwei Teamkollegen und einen passenden Teamnamen. Als einzige Ausnahme gilt das Kubb-Masters, das Saisonfinale, zu welchem nur die 16 besten Teams der Saison eingeladen werden. Alle Infos findet man auf www.kubbtour.ch, der offiziellen Seite des Schweizer Kubbverbandes. Neben dem Turnierkalender, den Turnierberichten und der Liga-Rangliste findet man dort auch wertvolle Links und Tipps, z.B. zum Kauf eines Kubbsets.

Was fasziniert Sie an diesem Spiel?
Kubb ist simpel. Man braucht eine Wiese und gutes Wetter. Doch auch wenn das Spiel noch so simpel ist, die Varianz an Spielsituationen, Taktiken, Wurftechniken und Spielverläufen kann eine Spielernatur nur begeistern. Ausserdem geniesse ich es einfach sehr, mit Freunden am Abend oder am Wochenende Zeit draussen zu verbringen und sich zu duellieren.

Wie viel Zeit verbringen Sie mit dem Kubb-Spiel?
Je nach Wetterglück spiele ich 2 bis 3 Mal die Woche nach dem Feierabend und natürlich am Wochenende.

Welches waren Ihre grössten Erfolge?
Das Mighty Kubber Turnier in Zürich ist wohl das prestigeträchtigste Kubbturnier der Schweiz und war bis 2013 die Schweizermeisterschaft im Einzel- Kubb. 2012 reiste ich ohne grosse Ambitionen an und konnte überraschend meinen ersten Titel nach Hause nehmen. Das wird immer mein grösster Erfolg bleiben.

Auf welches Ereignis in der Kubb- Szene freuen Sie sich jeweils am meisten? Was sind die Highlights durchs Jahr?
Die Weltmeisterschaft in Gotland ist sicherlich das grösste Erlebnis. Rund 2’000 Kubbspieler aus der ganzen Welt finden sich auf der schwedischen Insel ein und sorgen für eine einzigartige Stimmung. Nachdem wir im letzten Jahr Neunter wurden, hoffen wir auch dieses Jahr auf ein gutes Resultat. Dann ist natürlich noch das Heimturnier in Bad Zurzach, welches wir gerne mal gewinnen würden.

Wir danken Marc Binder für das interessante Interview und wünschen ihm und seinem Team sowohl am 14. Juni 2014 am Tenedokubb wie auch an allen folgenden Turnieren viel Erfolg.

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