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Michael Bächli

Kopf des Monats Juli 2012

In der Juli Ausgabe 2012 stellen wir Ihnen den Nachwuchsschwinger Michael Bächli vor, der Mitglied des Schwingklubs Zurzach ist.

Michael Bächli ist ein sportbegeisterter 14-jähriger Bezirksschüler, der – soweit es Freizeit und Training zulassen – gerne am Fernsehen Eishockey und Fussball schaut. Bezeichnenderweise gibt der in Würenlingen wohnende Sportler als Lieblingsfach denn auch Sport an. Als Kindergärtler begann er zunächst mit Judo und behielt das Training bis 2009 bei. Als knapp 7-Jähriger wohnte Michael erstmals einem Schwingfest bei, dem Guggibad-Schwingen. Die Zurzacher Schwingergilde überredete ihn daraufhin, ein Training zu besuchen, und da es ihm gefiel, hielt er tatsächlich daran fest. «Im ersten Trainingsjahr war ich allerdings mehr zum Plausch dort», resümiert Michael verschmitzt. Im zweiten Jahr, 2006, hatte er noch oft verloren. Nachdem er das Schwingen richtig ernst nahm, stellten sich aber rasch die ersten Erfolge ein. Schon 2007 konnte er den ersten Zweig ergattern und die ersten zwei Schwingfeste für sich entscheiden. In der Folge kamen bis heute noch neun weitere Festsiege dazu, sieben davon bereits im Jahr 2009.

Um an seiner Technik zu arbeiten, hatte Michael Bächli im 2011 mit dem Ringsport angefangen. «Ich wollte dadurch das Bodenschwingen stärken». Seine Eltern oder der Grossvater fuhren ihn dazu ein Mal wöchentlich nach Thalheim ins Training. Nachdem er nicht den erwünschten Profit daraus ziehen konnte und es ihm nicht richtig gut gefiel, gab er das Ringen nach einem Jahr wieder auf.

Inzwischen trainiert Michael zwei bis sechs Mal die Woche. Nachdem er in seinem Heimclub unter den Jungschwingern keine Konkurrenz mehr hatte, suchte er sich die Trainingspartner in Möriken. Während ihm die Jungs zu Beginn keine Chance liessen, sein grösster Rivale an den Schwingfesten und weitere zwei Kontrahenten aus diesem Gebiet sind, ist er mittlerweile so weit, dass er sie besiegen kann.

In der Jugendkategorie wird kantonal bis 16 Jahre geschwungen, danach erfolgt der Übertritt in die Aktivenklasse. Der ehrgeizige Michael Bächli trainiert im Anschluss an sein Jugendtraining jeweils mittwochs noch mit den Aktiven und absolviert zwei Drittel von deren Trainingsprogramm. «Natürlich bin ich ihnen allen körperlich unterlegen», meint der hochgewachsene Schüler, der bereits 188 cm gross und 75 Kilo schwer ist. Aber es scheint ihn nicht einzuschüchtern. Bekanntlich lernt man von Besseren immer am meisten. So schaut er sich auch gerne die Wettkämpfe der Aktiven an. «Es ist auch spannend, die Leute, die man alle persönlich kennt, in Aktion zu sehen, das bereitet mir sehr viel Freude.»

Beim Schwingen fasziniert ihn vor allem, dass der Körper vielseitig trainiert wird und die Kameradschaft, die untereinander herrscht. Selbst mit seinen Konkurrenten unterhält er eine gute Kameradschaft. «Ich unternehme zwar Privat nichts mit ihnen, aber wir verstehen uns allesamt sehr gut». Dieser kollegiale Umgang miteinander ist denn auch das, was ihm in seinem Heimklub Zurzach so sehr gefällt. Nebst der Tatsache, dass niemand ausgeschlossen wird und dass auch nebst dem Schwingen viel gemeinsam unternommen wird. Eines seiner Vorbilder, der Eidgenosse Markus Birchmeier, ist ebenfalls Mitglied des Vereins. Er gibt ihm ab und zu wertvolle Tipps.

Aktuell ist Michael jedoch verletzt. In 1 bis 2 Wochen wird ihm vom Sportmediziner der Künzli-Schuh verordnet und dann heisst es langsam wieder aufbauen. Noch hegt er die Hoffnung, dass ihm dies bis zum Grossevent in Döttingen gelingt.

Der Sägemehlplatz muss noch etwas auf ihn warten, genau wie seine Nachbarn, Kollegen und sein Papa ausharren müssen, bis er wieder den Schläger in die Hand nehmen kann, um mit ihnen Unihockey zu spielen.

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