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Christoph Baumgartner

Kopf des Monats Juli 2011

Diesen Monat stellen wir Ihnen Christoph Baumgartner, Gemeindeamman von Wislikofen, vor.

Aufgewachsen in Köniz/BE zog ich 1972 in den Kanton Aargau. Zuerst wohnte ich in der Agglomeration Aarau, später in Untersiggenthal und seit Februar 2006 in Wislikofen.
Ich bin 1950 geboren und seit 1972 verheiratet. 1976, 1978 und 1980 sind unsere drei Söhne auf die Welt gekommen.

Seit 1974 war ich stets mit Aufgaben in Produktion und/oder Vertrieb gepaart mit Führungsverantwortung betraut. Die letzten Jahre habe ich als Hauptaktionär und Geschäftsführer die Geschicke eines KMU im Bereich Sonnen- und Wetterschutz gelenkt.

Da mich meine berufliche Tätigkeit stets auch in die Wirtschaftszentren im In- und Ausland führte, zog es mich privat nie in eine städtische Umgebung. Allerdings waren uns gute, für die Jungs selbständig erreichbare Schulen ebenso wichtig wie zu Fuss erreichbare Einkaufsmöglichkeiten. Dieser Anspruch relativierte sich erst, als wir wieder nur für uns alleine sorgen mussten, uns das Thema Schule definitiv nicht mehr direkt betraf und sowohl meine Frau als auch ich genügend Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe von Arbeitsplatz und Arbeitsweg hatten. Wohnqualität definiert sich je nach den Lebensumständen stets wieder neu.

Seit ich in Mellstorf wohne habe ich gemerkt, dass ich von hier aus sehr viel schneller auf dem Flughafen oder im Zentrum von Zürich bin, als dies noch in Untersiggenthal der Fall war.
Die Vorurteile, die auch ich im Bezug auf die kleinen Landgemeinden hatte, straft schon die Tatsache Lügen, dass ich, 2006 hierher gezogen, bereits 2009 in den Gemeinderat gewählt und schon 2010 als Gemeindeammann bestätigt und damit nicht nur als Einwohner, sondern auch als Teil der Dorfgemeinschaft aufgenommen wurde.

Aus meiner Sicht kann sich kein Gemeindegebilde nachhaltig entwickeln, wenn die Infrastruktur nicht proaktiv der angestrebten Bevölkerungstruktur angepasst wird. Wenn wir den bisher üblichen Weg weitergehen, dass die Infrastruktur der zufällig entstehenden realen Bevölkerungstruktur angepasst wird, werden wir in absehbarer Zeit nicht nur keine Schulen, keine Läden, Banken etc. mehr haben, sondern wohl auch keine vernünftige Verkehrsanbindung. Um diesen notendigen Umkehrprozess einzuleiten, braucht es keine zellenzerstörenden Fusionen, wohl aber wohlwollende, nicht auf den primären Eigennutzen ausgerichtete Zusammenarbeit.

Christoph Baumgartner
Gemeindeammann von Wislikofen

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