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Portrait

Böbikon, euses Dorf...

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Bevölkerungszahl: 170 (Stand 31. Dez. 2016)
Höhe: 444 m ü. M.
Fläche: 260 ha, davon Wald: 108 ha
Steuerfuss: 115%
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Die kleine politische Gemeinde Böbikon liegt, als eine der zahlreichen im Tafeljura im Innern der Täler versteckten und abgeriegelten Siedlungen, im obersten Talkessel des Chrüzlibaches. Böbikon liegt 444 bis 447 Meter über Meer und umfasst eine Fläche von 260 Hektaren, davon 108 Hektaren Wald. Das Dorf selber befindet sich im Talgrund, oben am rechten Talhang der Weiler Güggehü. Die ebenfalls zur Gemeinde gehörenden beiden Weiler Hasli und Rütihof wurden auf gerodetem Grund angelegt und schieben sich auf den breiten Höhen im Süden vor.
Rund ein Drittel des Gemeindebannes nimmt der über die Höhen verteilte Wald ein. Am Südhang, nördlich von Böbikon, gab es früher Reben. Die katholischen Einwohner von Böbikon gehören zur römisch-katholischen Kirchgemeinde Baldingen und die reformierten zur grossen evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zurzach.
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Böbikon wird 1113/14 urkundlich unter dem Namen Bebikon erwähnt und hiess 1253 Bebincon. Die Edlen von Walthusen (Kanton Aargau), als Stifter der sanktblasianischen Zelle (Probstei) Wislikofen im Bezirk Zurzach, vergabten 1114 ihre Güter in Böbikon der im 10. Jahrhundert gegründeten und am 25. Juni 1807 aufgehobenen Benediktinerabtei St. Blasien im Schwarzwald. Dieses Kloster erhielt 1241 einen weiteren Hof in Böbikon vom Freien Hugo von Tüfenstein. In politischer Hinsicht mag die Herrschaft Baldingen-Böbikon im 13. Jahrhundert unter den damals erwähnten Rittern von Baldingen gestanden haben, im folgenden Jahrhundert unter den habsburgischen Dienstleuten von Liebegg, deren Stammburg sich auf dem Gemeindegebiet von Gränichen im Bezirk Aarau erhob, wobei Böbikon ausdrücklich als Lehen der Probstei Wislikofen bezeichnet wurde. Die Herren von Liebegg verliehen den entfernten Besitz an Bürger von Klingnau und 1506 an das 1269 gestiftete und 1810 aufgehobene Wilhelmiterklösterchen Sion in Klingnau, das 1600 die Herrschaft von den Liebeggern erwarb, um sie 1671 an Private abzutreten, die sich ziemlich rasch hintereinander ablösten. In Böbikon hatte auch das Kloster St. Blasien und im Rütihof das 1279 bis 1875 bestehende Chorherrenstift St. Verena in Zurzach Besitz. Die Kapelle Böbikon war samt dem Zehnten Eigentum des Klosters St. Blasien und gelangte 1243 an die Pfarrei Wislikofen. Noch im gleichen Jahr übertrug Bischof Heinrich 1. von Konstanz die Seelsorge der geringen Einkünfte wegen der Propstei Wislikofen. Erst 1883 wurde Böbikon kirchlich der damals neugeschaffenen Pfarrei Baldingen angegliedert.
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Böbikon ist auch heute noch ausschliesslich Bauerndorf und zählt gegenwärtig 11 Landwirtschaftsbetriebe. Da es in der Gemeinde nur sehr wenige gewerbliche Betriebe gibt, müssen die nicht in der Landwirtschaft beschäftigten Einwohner ausserhalb der Gemeinde ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Auch fehlt in der Gemeinde jegliche Einkaufsmöglichkeit. Die Bevölkerung ist somit gezwungen, die nötigen Einkäufe in den Nachbargemeinden zu tätigen.
Obwohl das Dorf im Studenland recht klein ist, hat es sich in regionaler Hinsicht recht stark engagiert. 1969 beteiligte man sich am Regionalschwimmbad Zurzach, 1973 an der regionalen Schiessanlage in Rekingen. Ende der 70er Jahre wurde die Kanalisation erstellt und der Anschluss an die ARA Zurzach (Verband) vollzogen.
Die Güterregulierung konnte 1986 nach rund 24 Jahren abgeschlossen werden. Ein Zonenplan mit der entsprechenden Bauordnung ist seit 1976 vorhanden und 1998 bereits wieder an die heutige Zeit angepasst worden.
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Böbikon ist mit dem Auto aus allen Richtungen recht gut erreichbar. Seit 1990 ist Böbikon ebenfalls durch eine Busverbindung Richtung Zurzach erschlossen.
Kindergarten und Schule werden gemeinsam mit Baldingen und Rekingen geführt. Der Kindergarten und die Primarschule werden in Rekingen besucht. Die Oberstufe, Real-, Sekundar- und Bezirkschule besuchen die Schüler im Bezirkshauptort Bad Zurzach.
Die Böbiker sind in der glücklichen Lage, ihre Meinung nach wie vor an der Gemeindeversammlung kundgeben zu können. Das Wohl der Gemeinde liegt in den Händen eines fünf Mitglieder zählenden Gemeinderates
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Die Wohnbevölkerung erreichte 1850 ihren Höhepunkt mit 269 Einwohnern. Seither sank die Zahl laufend:
1880: 201 Einwohner
1900: 178 Einwohner
1920: 165 Einwohner
1950: 159 Einwohner
1970: 157 Einwohner
1990: 157 Einwohner
1998: 180 Einwohner
2005: 186 Einwohner


Bürgergeschlechter: Jetzer, Keller, Knecht, Laube, Rohner und Strittmatter.

Quellenangabe: Chronik des Bezirks Baden, Zurzach, Laufenburg und Rheinfelden

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